Room 28 Education
Room 28 Education  

Room 28 Bildungsprojekt

Praeambel / Einleitung

Seit 2019 gibt es ein Team zum Bildungsprojekt. Es wurde initiiert von Alexander Wolf, Wiesbaden,und wird von íhm geleitet. Auf der Grundlage des in den Kompendien skizzierten Konzeptes, der darin aufgezeigneten Ideen und Ziele und exemplarisch erstellten Arbeitsblätter und Kapitel  entwickelt das Team das Projekt weiter. Die Mitglieder gestalten neue, für den individuellen Unterricht geeignete Arbeitsblätter, bringen Impulse und Ideen ein, um das Projekt an Schulen und in pädagogischen Kreisen zu vermitteln. Das Team verfasste eine Präambel  zum Bildungsprojekt:

Es hat uns Theresienstadt nicht genützt, wenn wir in unserem späteren Leben auch einen einzigen Menschen unterdrücken werden.

Widmung von Margit Mühlstein in das Poesiealbum von Anna Flachová (Flaška). Margit Mühlstein war Sozialarbeiterin im Mächenheim L 410. Deren Tochter Maria (1932-1944) lebte im Zimmer 28.

Präambel zum Room 28 Bildungsprojekt

Die Mädchen von Zimmer 28 - das ist die Geschichte einer Gruppe jüdischer Mädchen, die zwischen 1942 und 1944 im Zimmer 28 des Mädchenheims L 410 im Ghetto Theresienstadt zusammenlebten. Betreut von Erwachsenen, die selbst Inhaftierte des Ghettos waren, setzten sie der systematischen Entmenschlichung der Nationalsozialisten (Nazis) etwas entgegen.

In einem menschenverachtenden Umfeld schufen sie sich im Zimmer 28 eine individuelle Gegenwelt, in der sie Werte wie Mitmenschlichkeit, Freundschaft, Solidarität und tolerantes Umgehen miteinander hochhielten und lebten. Mit der Gründung ihrer kleinen Organisation 'Ma'agal' setzten sie sich hohe Ziele und machten sich diese zum Lebensmotto. So wurde aus dem Zimmer 28 gleichsam eine "Keimzelle der Menschlichkeit".

Die  Geschichte wirft ein Licht auf die Entrechtung der Juden in Europa mit Schwerpunkt auf Österreich und der Tschchoslowakei, schildert das Leben und den Alltag im Ghetto Theresienstadt, ein Alltag, der die kommende Tragödie bereits in sich barg. Die Geschichte und unser Projekt vermitteln das Schicksal der jüdischen Kinder des Ghettos Theresienstadt und erzählen die Geschichte der Deportation und Vernichtung der europäischen Juden.

Die authentische Dokumente der Mädchen - das Tagebuch von Helga Pollak, das Poesiealbum von Anna Flach, das Notizbüchlein von Handa Pollak, Fotos, Gedichte, Sketche, Bilder, die Hymne vom Zimmer 28 sowie viele weitere Zeugnisse aus Theresienstadt und Auschwitz  -  geben einen Einblick in die Lebenswelt und das Schicksal der "Mädchen von Zimmer 28", von denen die meisten in den Gaskammern von Auschwitz ermordet wurden. Von etwa 60 Mädchen, die vorübergehend im Zimmer 28, lebten, haben 15 den Holocaust überlebt.

 

Hannelore Brenner hat all dies über Jahre künstlerisch-literarisch gestaltet und ein multimediales, pädagogisch wertvolles Projekt entwickelt – Buch, Ausstellung, Theaterstück, Lesungen, Zeitzeugenbegegnungen, Filmaufnahmen, Workshops.

 

Für uns heißt es nun, das pädagogische Potenzial zu nutzen, das vorhandene Material in separaten Einheiten für spezielle und vielfältige Unterrichtsziele didaktisch aufzubereiten und dadurch Schüler*innen und Student*innen einen lebensnahen, emotionalen wie auch sachlichen Zugang zu einem Kapitel des Holocaust zu ermöglichen, das die Erfahrungen und den Geist der Protagonistinnen, der Mädchen von Zimmer 28, atmet.

Die Besonderheit des Projekts ist die facettenreiche und multimediale didaktische Aufarbeitung der Geschichte dieser Mädchen für den Unterricht. Schüler*innen und Student*innen ermöglicht das Gesamtprojekt einen lebensnahen, emotionalen und sachlichem Zugang zu einem Kapitel des Holocaust, das die Erfahrungen und den Geist der Protagonistinnen, der Mädchen von Zimmer 28, atmet.

 

Denn das Projekt wurzelt in dem Wunsch der Überlebenden und wurde, seit 1996, von der Autorin Hannelore Brenner im engen Bündnis mit den Überlebenden realisiert.

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