Room 28 Education
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Workshops

Auf dieser Seite berichten wir über unsere Workshops zum Room 28 Bildungsprojekt. Unter der Leitung von Alexander Wolf fand der 2. Workshop statt.

Workshop in Bad Vilbel, 15. Juni 2019

Alexander Wolf berichtet:

Unser zweiter Workshop fand am 15.06.2019 in den Räumen der AWO (Arbeiterwohlfahrt) in Bad Vilbel statt.

 

Nachdem es beim ersten Workshop in Wiesbaden im Wesentlichen um ein erstes Kennenlernen, um Austausch und Brainstorming ging, wurden im zweiten Workshop die Ansätze für ein Gesamtkonzept erarbeitet, Ziele vereinbart und Aufgaben verteilt.

 

Zuallererst erarbeiteten wir gemeinsam etwas Grundsätzliches in Form einer Präambel für das Room 28 Bildungsprojekt. Wir sind der Überzeugung, dass die Worte von Margit Mühlstein - sie war Sozialarbeiterin im Mädchenheim L 410 im Ghetto Theresienstadt - für unsere Arbeit leitmotivisch und für unser Bildungsprojekt von ganz besonderer Bedeutung sind. Dies gilt auch für die pädagogische Arbeit mit zukünftigen Generationen von Schüler*innen und Student*innen!

 

Es hat uns Theresienstadt nichts genützt, wenn wir in unserem späteren Leben auch nur einen einzigen Menschen unterdrücken werden.

 

Team-Mitglieder

Unsere jungen Team-Mitglieder.

Stand August 2019

 

Melanie Benz

Alexander Friedebach

Sara Huppertz

Deniz Martin

Esther Nauth

Matthias Prill

 

Leitung: Alexander Wolf.

Im Hintergrund:  Hannelore Brenner

Team-Arbeiten

Bericht Alexander Wolf:

Das Team beschäftigte sich ausführlich mit der Erarbeitung eines didaktischen Grundprinzips zu unserem Themenkomplex und brachte eine Vielfalt von Ideen und Vorschlägen ein. Ein Teammitglied widmete sich insbesondere der therapeutisch- pädagogischen Praxis der Erzieher*innen und Betreuer*innen in Theresienstadt, lieferte hierzu ein anschaulich ausgearbeitetes Arbeitsblatt zum Thema Friedl Dicker-Brandeis und listete die folgenden didaktischen Ansätze auf:

  • Kunsttherapeutischer Ansatz. Friedl Dicker-Brandeis. Eine ihrer Schülerinnen war Edith Kramer – siehe Beitrag von LoreLaura Jiminez-Alonso im Kompendium 2016, S. 96/97
  • Musiktherapeutischer Ansatz: Aufrechterhalten der musikalischen Kultur. (Chor im Zimmer 28 geleitet von Ella Pollak. Ilse Weber, Konzerte, Kammermusik, Liederabende etc.)
  • Theaterpädagogischer Ansatz: (Kinderoper Brundibár, Theaterprojekt Olek Witt: "Was ist das Herz unserer Welt? Das Tagebuch von Helga Pollak". Mehr auf: Theaterprojekt
  • Literarischer Ansatz: Schreiben als Therapie.(Aufsatz-Wettbewerbe, Gedichte, Sketche, das Tagebuch von Helga Pollak)
  • Bewegungstherapeutischer Ansatz: Bewegung, Sport und Spiel (Freddy Hirsch, Eva Weiss)

Weitere Schwerpunkte kamen hinzu: Resilienz/Traumata – siehe Beitrag von Lisbeth Wutte im Kompendium, S. 98-102, Ethik/Wertevermittlung und soziales Miteinander, die Bedeutung von Bildung, Freundschaft. Menschenwürde (Ma’agal, S.78-82)

 

Generell einigten wir uns darauf, mit dem Room 28 Bildungsprojekt im Internet präsent zu sein und den Internetauftritt von www.room28education.de zu verbessern und zu gegebener Zeit Arbeitsblätter digital anzubieten.

 

Wie im Vorwort des Kompendiums 2016 und in dem  Kapitel „Aus der Werkstatt. Notwendige Anmerkungen zum Room 28 Bildungsprojekt“ skizziert. (S. 43-51), sind die in dieser Broschüre vorgeschlagenen Arbeitsaufgaben für Schüler*innen nichts als ein ersten Schritt, um den Diskurs unter Pädagog*innen anzuregen. Wir haben diesen Diskurs aufgenommen und machen uns daran, praxisorientierte bzw. direkt aus der Praxis entstandene Arbeitsblätter zu schaffen und das Room 28 Bildungsprojekt zu seinem Ziel zu führen.

Ausstellung

Es ist uns wichtig, die Ausstellung und das Room 28 Bildungsprojekt in Zukunft zusammenzudenken und als Einheit zu managen. Eine bloße Ausleihe der Ausstellung ist nicht im Sinne der Autorin und des Projektes. Das heißt, dass wir in Zukunft immer auch Präsentationen des Room 28 Bildungsprojektes für Lehrende, Workshops für Schüler*innen und weitere Module anbieten werden. Hierzu brachte unser Team eine Fülle von Ideen ein. Von zentraler Bedeutung sind zum Beispiel die Aspekte des Widerstandes durch Kunst, Hoffnung durch Kunst und Fantasie als Flucht und Widerstand.

 

Wir halten das Room 28 Bildungsprojekt für ideal geeignet, an Ausbildungsschulen und pädagogischen Hochschulen anzudocken. Vermittlungsarbeit, Networking und Öffentlichkeitsarbeit ist neben all den hier nur kurz angerissenen inhaltlichen Punkten eine unserer Aufgaben bis zum nächsten Workshop, vermutlich im Oktober 2019.

Workshop in Wiesbaden, 2. März 2019

Der Text hierzu wurde gelöscht. Er liegt den Teammitgliedern vor.

Leiter des Workshops

Alexander Wolf, Wiesbaden

Dipl.-Betriebswirt und im Vorstand der "Lagergemeinschaft Auschwitz - Freundeskreis der Auschwitzer  e.V."  Mitglied im Aktiven Jüdischen Museum in Wiesbaden, beim Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt sowie bei Room 28 e. V. 

 

Er begleitete in den letzten Jahrzehnten viele Studienreisen in Konzentrations- und Vernichtungslager, an denen  Student*innen verschiedener Universitäten und weitere Gruppen und Interessenten teilnahmen. Auch organisierte er Veranstaltungen mit Überlebenden des Holocaust und publizierte in den Mitteilungsblättern der Lagergemeinschaft Auschwitz und in weiteren Medien.

Hannelore Brenner, Berlin

Autorin der Room 28 Projects und Initiatorin des  Bildungsprojektes.

Update: 20.8. 2019

Im Juni 2019 fand der zweite workshop zum Bildungsprojekt statt. Alexander wolf berichtet.

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